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Denkorgan:
Unser Gehirn als Tor zur Außenwelt

Das Gehirn bekommt alle Informationen. Hier sind unter anderem das Bewusstsein angesiedelt, das Denken, Fühlen und Handeln.


Das Gehirn verarbeitet die Reize der Sinnesorgane

Jeder Mensch reagiert anders auf Begegnungen und Erlebnisse, auf die Sinneseindrücke, die auf uns einströmen. Das Gehirn spielt dabei eine Schlüsselrolle, da es alle Informationen bekommt, die der Organismus verarbeiten muss. Es stellt den Kontakt zur Außenwelt her. Das Gehirn - unter anderem mit seinen beiden Gehirnhälften, der rechten und der linken Gehirnhälfte, dem Großhirn und dem Kleinhirn und den Synapsen - nimmt die Reize der Sinnesorgane auf, verarbeitet sie, leitet sie an die entsprechenden Organe weiter. Außerdem regelt es als übergeordnete Schaltstelle das komplexe Zusammenspiel der einzelnen Organe. Das Gehirn ist gemeinsam mit dem Rückenmark die Steuerzentrale des Körpers.

Das Gehirn ist der in der Schädelhöhle gelegene Teil des Zentralnervensystems (ZNS). Es wird von der Hirnhaut umhüllt. Der rechten Gehirnhälfte werden Emotionen und Kreativität  zugeordnet, der linken Gehirnhälfte Rationalität und Logik. Das Hirngewebe besteht zum einen aus Nervenzellen, die sich aus verarbeitenden Schaltstellen und aus Leitungsbahnen zusammensezten. Diese Leitungsbahnen ziehen über das Rückenmark in alle Körperteile. Ein anderer Teil der Gehirnmasse sind die Gliazellen. Sie liegen als Stützgewebe zwischen Nervenzellen. Sie stabilisieren als Kontrollorgan den Stoffhaushalt und grenzen als Isolationsschicht das Hirn gegen Blutgefäße ab.


Die verschiedenen Teile des Gehirns

Wie der Name schon ahnen lässt, ist das Großhirn der größte der fünf Hirnabschnitte. Das Großhirn ist das Zentrum unserer Wahrnehmung, des Bewusstseins, Denkens, Fühlens und Handelns. Die Großhirnrinde verfügt über vier Lappen. In einem dieser Lappen, dem Temporallappen, befinden sich die Amygladae, die so genannten Mandeln oder Mandelkerne. Letztere sind wesentlich bei der Entstehung von Angst beteiligt. Das Zwischenhirn besteht aus fünf Teilen, einer davon ist der Hypothalamus. Das Zwischenhirn verarbeitet Wahrnehmungen wie Sehen, Riechen, Hören und Berührungen. Das Kleinhirn ist für das Gleichgewicht (Schwindel) und die Bewegungen (Motorik) zuständig.

Erkrankungen des Gehirns

Da das Gehirn eng mit unserem Fühlen, Denken und Handeln verknüpft ist und eine zentrale Rolle in unserem Leben spielt, fürchten sich die meisten Menschen vor Erkrankungen des Gehirns mehr als vor anderen Erkrankungen. Eine große Beeinträchtigung der Lebensqualität, der Arbeitsfähigkeit oder gar der Persönlichkeit können unter anderem ein Schlaganfall nach sich ziehen, die Alzheimer Krankheit, das Creutzfeld-Jakob-Syndrom und Prion Krankheit, Epilepsie, Parkinson Krankheit (Morbus Parkinson) oder Hirntumore. Häufig durch Unfälle wie etwa Stürze verursacht werden Gehirnerschütterung, Gehirnprellung, Schädelbruch oder Schweres Schädel-Hirn-Trauma. Beispielsweise durch Zeckenbisse kann Gehirnhautentzündung (Meningitis) ausgelöst werden. Zum Bereich der Psychatrie gehören Erkrankungen, die die Psyche betreffen, wie etwa Psychosen, die manisch-depressiver Krankeit, Schizophrenie oder wahnhafte Störungen (Paranoia).



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Sibylla Machens / www.apotheken-umschau.de; 01.09.2009, aktualisiert am 10.04.2012
Bildnachweis: Brand X Pictures/RYF

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