Verletzung des Ober- oder Unterkieferknochens. Häufig sind Brüche der Gelenkfortsätze im Unterkiefer, Schräg- und Querbrüche des Unterkieferkörpers und des Oberkiefers im Bereich der Frontzähne. Die Hauptursache ist eine Gewalteinwirkung auf das Mittel- und Untergesicht, z. B. bei Verkehrs- und Sportunfällen sowie Schlägereien. Kiefer können auch aufgrund einer Schwächung durch Tumoren, Kieferzysten oder Osteomyelitis brechen. Sichere Zeichen für einen Kieferbruch sind nicht mehr aufeinander passende Zahnreihen sowie ein knöcherndes Reibegeräusch bei Bewegung. Meistens treten auch Blutungen oder Blutergüsse, Druckschmerzen, Schwellungen sowie Funktionsstörungen im Kieferbereich auf. Die Bruchstücke können in die anatomische Ausgangsposition zurückgebracht und mit Schienen oder einer Verdrahtung der Kiefer ruhig gestellt werden. Die Bruchstücke können auch mit Drahtnähten oder Metallplatten chirurgisch fixiert werden (Osteosynthese).
Brockhaus Gesundheit; 30.11.2010, aktualisiert am 20.04.2012
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