Dekubitus-Gefahr: Wer ständig liegen muss und sich nicht ausreichend bewegen kann, hat ein hohes Risiko für Druckgeschwüre. Regelmäßiges Umlagern und Spezialmatratzen beugen vor
Was ist Dekubitus?
Dekubitus entsteht durch kontinuierlichen Druck auf eine Hautstelle. Die Hautpartie wird nicht mehr ausreichend durchblutet. Hält der Druck zu lange an, entstehen Haut- und Gewebeschäden.
Solche Druckgeschwüre können ein erhebliches Ausmaß annehmen, Schmerzen bereiten und sogar lebensgefährlich werden. Ihre Therapie ist oft langwierig. Schätzungen zufolge liegen sich pro Jahr bis zu eine Million Menschen in Deutschland wund.
Wer ist besonders gefährdet?
Gefährdet sind vor allem Bettlägerige und Menschen, die viel sitzen – zum Beispiel im Rollstuhl. Kranke, geschwächte oder alte Menschen trifft es besonders häufig, ebenso Personen, die an Lähmungen leiden, beispielsweise nach einem Schlaganfall. Mehr zu Auslösern und Risikofaktoren erfahren Sie im Kapitel Ursachen.
Unser Experte: Dr. Michael Ruggaber, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie
Welche Symptome sind typisch?
Zunächst zeigt sich eine dauerhafte Hautrötung – ein Alarmsignal. Denn das Symptom entspricht bereits einem Dekubitus Grad eins. Ein kleiner Test hilft, frühe Anzeichen richtig zu deuten. Mehr lesen Sie im Kapitel Symptome.
Wie werden Druckgeschwüre behandelt?
Die wichtigste Therapiemaßnahme bei einem Dekubitus lautet: Druckentlastung! Die Wundversorgung richtet sich nach Zustand und Tiefe der Wunde. Sie gehört immer in fachkundige Hände. Genauere Informationen liefert das Kapitel Therapie.
Wie kann man einem Dekubitus vorbeugen?
Zum Wundliegen sollte es nach Möglichkeit gar nicht kommen. Vorbeugung (Dekubitus-Prophylaxe) ist möglich. Tipps, wie Sie Wundliegen verhindern können, erhalten Sie im Kapitel Dekubitus vorbeugen.
Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.
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31.10.2011, aktualisiert am 30.03.2012
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